Satzung der Bruderschaft als Download

 

 

                                                         Statut der Bruderschaft

 


                                                                               § 1
                                                                      Name und Sitz


Die "St. Sebastianus - Männer-Schützen-Bruderschaft 1547 in Königswinter/Rhein e.V.", nachfolgend "Männerbruderschaft" genannt, ist im Vereinsregister desAmtsgerichts Siegburg unter der Nummer 90302 eingetragen und hat ihren Sitz inKönigswinter. Historisch ist die Männerbruderschaft mit der Pfarre St. Remigius in
Königswinter verbunden.


  §2
Wesen und Zweck


Die Männerbruderschaft ist eine Vereinigung christlicher Männer und Frauen, die dieGrundsätze der Katholischen Kirche bejahen und sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. bekennt. Alle Mitglieder verpflichten sich mit Aufnahme in die Männerbruderschaft
grundsätzlich auf deren christlichen Grundsätze und Traditionen. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Statut und Rahmensatzung für sie verbindlich sind. Nach dem Leitsatz "Für Glaube, Sitte und Heimat" stellen sich die Mitglieder der Männerbruderschaft folgende Aufgaben:


1. Bekenntnis des Glaubens
a) christliche Lebensführung
b) Pflege der Ökumene
c) Ausgleich sozialer Spannungen im Geist echter Bruderschaft
d) Hilfe für Bedürftige
2. Schutz der Sitte
a) Eintreten für christliche Werte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben
b) Gestaltung und Pflege echter brüderlicher Geselligkeit
c) Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den
Schießsport
3. Liebe zur Heimat
a) Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn
b) Pflege der geschichtlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums

 


§3
Gemeinnützigkeit



(1.) Die Männerbruderschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung vom 01.01.1977.


(2.) Die Männerbruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.


(3.) Mittel der Männerbruderschaft dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Bruderschaft. Bei Ihrem Ausscheiden, bei einem Ausschluss, bei Aufhebung oder Auflösung der Männerbruderschaft haben sie keine vermögensrechtlichen oder sonstigen Ansprüche gegen die Männerbruderschaft.


(4.) Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken der Männerbruderschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.


§4
Mitgliedschaft


(1.) Die Mitgliedschaft können natürliche Personen erwerben, die sich zu den
christlichen Zielen der Männerbruderschaft bekennen.
Das schriftliche Gesuch um Aufnahme ist an die Brudermeister zu richten. Diese
legen dem Vorstand den Antrag zur Beschlussfassung vor. Bei Ablehnung des
Aufnahmeantrages ist dies dem Antragsteller schriftlich mitzuteilen. Gegen die
Ablehnung, die keiner Begründung bedarf, steht dem Bewerber die Berufung an die
Generalversammlung zu, welche dann endgültig entscheidet.
(2.) Personen, die sich zu den Grundsätzen der Männerbruderschaft bekennen und
um die Förderung der Männerbruderschaft hervorragende Verdienste erworben
haben, können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Über die Ehrenmitgliedschaft
entscheidet der Vorstand in geheimer Wahl. Es ist die Zustimmung von mindestens
75 % aller Mitglieder des Vorstandes erforderlich. Ungültige Stimmen und
Enthaltungen bleiben außer Betracht.
(3.) Die Mitgliedschaft endet:
a) durch den Tod.
b) durch Austritt.
Die schriftliche Austrittserklärung muss mit einer Frist von einem Monat jeweils zum
Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorstand erklärt werden.
Ein Ausschluss kann nur aus einem wichtigen Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind
insbesondere ein die Ziele der Männerbruderschaft schädigendes Verhalten, die
Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens
einem Jahr. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand in erster Instanz. Der
Ausschluss ist dem Mitglied gegenüber schriftlich mitzuteilen. Gegen den Ausschluss
steht dem Mitglied die Berufung an die Generalversammlung zu, die schriftlich
binnen eines Monats an den Vorstand zu richten ist.
- 3 -
§5
Pflichten und Rechte der Mitglieder
Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe der Beiträge und deren
Fälligkeit bestimmt die Generalversammlung.
Die Mitglieder sind berechtigt, an allen, insbesondere den kirchlichen, Schießsportund
Schützenfestveranstaltungen teilzunehmen.
§ 6
Generalversammlung
(1.) Die Generalversammlung ist das oberste Organ der Männerbruderschaft. Zu
ihren Aufgaben gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstands,
Entlastung des Vorstands nach Rechnungslegung, Entgegennahme der Berichte des
Vorstands, Wahl der Kassenprüfer, Festsetzung von Beiträgen und deren Fälligkeit,
Beschlußfassung über Satzungsänderungen, Änderung der Geschäftsordnung,
Beschlußfassung über die Auflösung der Männerbruderschaft sowie die endgültige
Entscheidung über die Aufnahme oder den Ausschluss von Mitgliedern bei deren
Widerspruch.
(2.) Im ersten Quartal eines jedes Geschäftsjahres findet eine ordentliche Generalversammlung
statt. Die Generalversammlung wird von den Brudermeistern unter
Einhaltung einer Frist von einem Monat unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
Das Einladungsschreiben gilt als zugestellt, wenn es an die letzte der
Männerbruderschaft bekannte Anschrift gerichtet war. Die Einladung kann als Brief
oder auch als E-Mail versandt werden.
(3.) Eine außerordentliche Generalversammlung muss von 10 Prozent der
stimmberechtigten Mitglieder mit Begründung durch Unterschrift beantragt und
innerhalb einer Monatsfrist von einem Brudermeister einberufen werden.
(4.) Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und
über die Auflösung der Männerbruderschaft, die den Mitgliedern nicht bereits mit der
Einladung zur Generalversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten
Generalversammlung beschlossen werden.
(5.) Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen
Mitglieder beschlussfähig.
(6.) Die Generalversammlung wird von einem Brudermeister geleitet. Zu Beginn der
Generalversammlung ist ein Schriftführer zu benennen.
(7.) Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt
werden.
Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Satzungsänderungen und die Auflösung der Männerbruderschaft können nur mit
einer qualifizierten Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder beschlossen
werden.
Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
- 4 -
(8.) Über die Beschlüsse der Generalversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das
von einem Brudermeister und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.
§ 7
Der Vorstand
(1.) Dem aus dem Kreis der männlichen Mitglieder gebildeten Vorstand gehören an:
zwei Brudermeister. Die Wahl der Brudermeister findet turnusmäßig auf der
Generalversammlung statt. Die Brudermeister werden mit einfacher
Stimmenmehrheit für die Dauer von 4 Jahren gewählt. Eine (auch mehrfache)
Wiederwahl ist zulässig.
Weiterhin gehören dem Vorstand an:
der Schützenoberst
der Schützenmajor
der Schützenhauptmann
der Adjutant des Schützenoberst
der Adjutant des Schützenmajors
Schützenfähnriche
Schützenoffiziere
Ausgenommen von den beiden Brudermeistern werden die genannten
Vorstandsmitglieder auf unbestimmte Zeit gewählt.
(2.) Diese Vorstandsmitglieder werden durch die Brudermeister dem Vorstand und,
nach dessen mehrheitlicher Zustimmung, der Generalversammlung zur Wahl
vorgeschlagen und von dieser mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden
gewählt. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
Bei begründeter Abwesenheit des Gewählten kann die erforderliche Annahme der
Wahl im Vorfeld bei einem der Brudermeister schriftlich hinterlegt werden.
(3.) Sollte sich die Notwendigkeit im laufenden Geschäftsjahr ergeben, den Vorstand
zu erweitern, so können die Brudermeister weitere Mitglieder dem Vorstand zur
Beschlussfassung vorschlagen. Eine 3/4 Stimmenmehrheit der anwesenden
Vorstandsmitglieder ist für die Wahl der Vorgeschlagenen erforderlich. Die Wahl
bedarf der abschließenden Bestätigung durch die darauffolgende
Generalversammlung.
(4.) Zum Vorstand gehören außerdem:
a) der In Abstimmung mit dem Pfarrer von St. Remigius Königswinter vom Vorstand
für jeweils 6 Jahre gewählte geistliche Präses.
b) für die Dauer der Regierungszeit der jeweilige Schützenkönig und der von ihm
ernannte Königsadjutant.
§ 8
Geschäftsführender Vorstand
- 5 -
Gesetzlicher (geschäftsführender) Vorstand gem. § 26 BGB sind die beiden
Brudermeister und der jeweilige Finanzvorstand.
Das Amt des Finanzvorstands ist von einem der in § 7 genannten
Vorstandsmitglieder zu übernehmen. Dabei wird der Finanzvorstand durch einen
Vorstandsbeschluß ernannt. Er übt das Amt auf unbestimmte Dauer aus.
Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands bleiben jedoch auch nach Ablauf
der Amtszeit bis zur Neuwahl des geschäftsführenden Vorstands im Amt. Eine (auch
mehrfache) Wiederwahl ist zulässig.
§ 9
Aufgaben des Vorstandes
Aufgaben des Vorstandes sind die
1. Führung der laufenden Geschäfte
2. Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr
3. Erstellung eines Tätigkeitsberichtes
4. Erstellung eines Vermögens- und Inventarverzeichnisses
5. Beschlussfassung über Aufnahmeanträge
6. Beschlussfassung über den Ausschluss eines Mitgliedes
7. Wahl der Delegierten für Organe des Bundes der Historischen Deutschen
Schützen Bruderschaften und seiner Untergliederungen.
Über die Beschlüsse des Vorstandes ist ein Protokoll zu führen, welches vom
Vorstand zu genehmigen ist. Die Vorstandssitzungen werden von einem der
Brudermeister einberufen und geleitet.
§ 10
Veranstaltungen
(1.) Die Männerbruderschaft nimmt an kirchlichen Festen oder auf besondere
Einladung an Veranstaltungen teil. Zur Durchführung von Festen und
Veranstaltungen können Kommissionen gebildet werden.
(2.) Beim Schützenfest wird das historische Brauchtum besonders gepflegt. Auf den
Königsvogel schießen die männlichen Mitglieder der Bruderschaft.
§ 11
Soziale Fürsorge
Die Männerbruderschaft betätigt sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf sozialem
Gebiet. Die soziale Fürsorge ist nicht auf Mitglieder beschränkt.
§ 12
Schießstand und Sportschießen
- 6 -
(1.) Beim sportlichen Schießen ist die ausgehängte Sportordnung des Bundes der
Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) zu beachten. Beim
historischen Schießen (z.B. Königsvogel) gilt die vom Schießmeister ausgehängte
oder ausgelegte Schießordnung.
Bei allen Schießveranstaltungen ist den Weisungen des Schießmeisters (auch
vertreten durch von ihm benannte Vertreter) und Mitgliedern der Schießkommission
Folge zu leisten.
(2.) Das Inventar des Schießstandes und des Aufenthaltsraumes ist Eigentum der
Männerbruderschaft und ist im Inventarverzeichnis (siehe § 9 Nr. 4) aufzuführen.
§ 13
Datenschutz
(1.) Mit dem Beitritt eines Mitglieds nimmt die Männerbruderschaft Daten zum Mitglied
auf. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Angaben: Name,
Kontaktdaten, Familienstand, Beruf, Konfession, Auszeichnungen, Bankverbindung
und weitere dem Vereinszweck dienende Daten. Sonstige Informationen zu den
Mitgliedern und Informationen über Nichtmitglieder werden von der
Männerbruderschaft grundsätzlich nur verarbeitet oder genutzt, wenn sie zur
Förderung des Vereinszweckes nützlich sind und keine Anhaltspunkte bestehen,
dass die betroffene Person ein schutzwürdiges Interesse hat, das der Verarbeitung
oder Nutzung entgegensteht.
(2.) Mit dem Beitritt zur Männerbruderschaft erklärt sich das Mitglied einverstanden,
dass die im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft benötigten personenbezogenen
Daten unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes BDSG
bzw. der kirchlichen Datenschutzanordnung KDO per EDV für die
Männerbruderschaft erhoben, verarbeitet und genutzt werden.
(3.) Die überlassenen personenbezogenen Daten dürfen ausschließlich für Zwecke
der Männerbruderschaft verwendet werden. Hierzu zählen insbesondere die
Mitgliederverwaltung, die Durchführung des Sportbetriebes, die üblichen
Veröffentlichungen von Ergebnissen in der Presse, im Internet sowie Aushänge am
"Schwarzen Brett". Eine anderweitige Verarbeitung oder Nutzung (z. B. Übermittlung
an Dritte) ist - mit Ausnahme der erforderlichen Weitergabe von Angaben zur
namentlichen Mitgliedermeldung an den Bund der Historischen Deutschen
Schützenbruderschaften und zur Erlangung von Startberechtigungen an
entsprechende Verbände - nicht zulässig.
(4.) Als Mitglied des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist
die Männerbruderschaft verpflichtet, seine Mitglieder an den Verband zu melden.
Übermittelt werden dabei Name, Vorname, Geburtsdatum, Eintrittsdatum,
Austrittsdatum und Mitgliedsnummer (sonstige Daten); bei Mitgliedern mit
besonderen Aufgaben (z.B. Vorstandsmit-glieder) die vollständige Adresse mit
Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie der Bezeichnung ihrer Funktion in der
Männerbruderschaft. Die namentliche Mitgliedermeldung erfolgt über ein internetgestütztes
Programmsystem.
- 7 -
(5.) Das einzelne Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand Einwände gegen
die Veröffentlichung seiner personenbezogenen Daten auf der Homepage (bzw.
andere elektronischen Medien) der Männerbruderschaft erheben bzw. seine erteilte
Einwilligung in die Veröffentlichung widerrufen. Im Falle eines Einwandes bzw.
Widerrufs unterbleiben weitere Veröffentlichungen zur seiner Person.
Personenbezogene Daten des widerrufenden Mitglieds werden von der Homepage
(bzw. den anderen elektronischen Medien) der Männerbruderschaft entfernt.
(6.) Mit dem Beitritt erklärt sich das Mitglied ebenfalls einverstanden, dass Fotos von
Veranstaltungen der Männerbruderschaft, auf denen das Mitglied abgebildet ist, im
Rahmen von Veröffentlichungen der Männerbruderschaft (z.B. auf der Homepage
oder in Festschriften) veröffentlicht werden. Jedes Mitglied hat das Recht, der
Veröffentlichung zu widersprechen, es sei denn, die Veröffentlichung wäre nach § 23
des Gesetzes betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der
Photographie auch ohne Zustimmung zulässig.
§ 14
Geschäftsordnung
Die Durchführungsbestimmungen zu dieser Satzung werden in einer besonderen
Geschäftsordnung geregelt.
§ 15
Schlussbestimmungen
(1.) Bei Auflösung der Männerbruderschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter
Zwecke fällt das Vermögen der Bruderschaft an die St. Remigius-Pfarre in
Königswinter oder deren Rechtsnachfolgerin, die es unmittelbar und ausschließlich
für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat. Inventarien,
wie zum Beispiel Fahnen, Königssilber, Urkunden und Protokollbücher sind zu
verwahren. Vom Vermögen und Inventar ist ein Verzeichnis anzulegen, welches im
Archiv der St. Remigius-Pfarre in Königswinter, beim Bund der Historischen
Deutschen Schützenbruderschaften e.V. und im erzbischöflichen Generalvikariat zu
hinterlegen ist.
(2.) Nach Neugründung der Männerbruderschaft mit gleicher Zielsetzung muss die
Pfarre oder deren Rechtsnachfolgerin das Vermögen und die Inventarien der
neugegründeten Bruderschaft übergeben.


Die vorstehende Satzungsneufassung wurde am 23. Januar 2020 errichtet und auf der Generalversammlung verabschiedet.

 

© 2014 Sankt Sebastianus Männerschützenbruderschaft 1547 Königswinter e.V.

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